1960

Lise Meitner

Als zweite Frau in der Geschichte der Universität Wien promovierte die Kernphysikerin Lise Meitner 1906 in ihrem Hauptfach Physik über Wärmeleitung in inhomogenen Stoffen. Nach einer erfolglosen Bewerbung bei Marie Curie arbeitete Meitner am Institut für Theoretische Physik in Wien und wechselte 1907 nach Berlin.

Dort begann die Zusammenarbeit mit Otto Hahn. Gemeinsam entdeckten sie 1909 den radioaktiven Rückstoß und diverse radioaktive Nuklide. 1918 wurde Meitner Leiterin der physikalisch-radioaktiven Abteilung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie. 1926 wurde sie an die Berliner Universität berufen. 1933 wurde ihr die Lehrbefugnis entzogen, 1938 musste sie fliehen. Sie setzte ihre Forschungen in Schweden fort. 1939 entwickelte Meitner die theoretischen Grundlagen der Kernspaltung, von ihr stammt auch der Begriff der Kernspaltung.

Lise Meitners Berechnungen waren es, die den Grundstein für die Entwicklung der Atomwaffen sowie die Nutzung der Atomenergie möglich machten. Als Pazifistin weigerte sie sich aber, Forschungsaufträge für den Bau der Bombe anzunehmen. 

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