1923

Josef Maria Eder

JOSEF MARIA EDER (Medaille 1923)

Josef Maria Eder gilt als bahnbrechender Forscher auf dem Gebiet der Fotografie, vor allem bei der Entwicklung der Gelatinetrockenplatte. Diese war leicht zu handhaben, konnte industriell hergestellt werden und bildete das technologische Fundament für die großindustrielle Herstellung von Kunstlichtpapieren und Kino-Positivfilmen.

Auch seine Untersuchungen über die Sensitometrie, die Messung der Lichtempfindlichkeit eines Filmes oder einer Platte, gelten als bahnbrechend. Eders Einführung der Chlorbromsilber-Emulsion revolutionierte den Kopierprozess und die orthochromatische Sensibilisierung trieb die Entwicklung der Farb-Fotografie voran. Neben anderen Messinstrumenten für fotochemische Zwecke erfand er auch das Quecksilberoxalat-Photometer für ultraviolette Strahlen.

1882 wurde Eder als Professor für Chemie und Physik an die Höhere Gewerbeschule in Wien berufen, 1888 erfolgte nach seinem Organisationsentwurf die Gründung der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt und ein Jahr darauf wurde er zum Leiter der Einrichtung ernannt.

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