2011 | Nobelpreis Gewinner

Manfred Eigen

vlnr.: ÖGV Präsidentin KommR Margarete Kriz-Zwittkovits, Manfred Eigen, Bundesminister für Wissenschaft Karlheinz Töchterle, Geschäftsführer der Wilhelm Exner Medaillen Stiftung Uwe Sleytr

Manfred Eigen war ein deutscher Bio- und Physikochemiker. Er entwickelte die Relaxationskinetik, mit deren Hilfe die zeitliche Auflösungsgrenze für chemische Prozesse um viele Zehnerpotenzen zu kürzeren Zeiten verschoben werden konnte.

1953 holte ihn Karl Friedrich Bonhoeffer an das Max-Planck-Institut für physikalische Chemie (MPI-pC) in Göttingen, wo er 1958 wissenschaftliches Mitglied, 1962 Leiter der Abteilung für chemische Kinetik und 1964 Direktor des Instituts wurde. Bereits 1967 im Alter von 40 Jahren erhielt Manfred Eigen den Nobelpreis für Chemie in Würdigung seiner bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Relaxationskinetik.

Über die Erforschung von Enzymreaktionen wandte Eigen sich ab den siebziger Jahren der Erforschung der Evolution zu. Eigen gründete die zwei Biotechnologiefirmen Evotec und Direvo, die auf den Gebieten des Hochdurchsatz-Screenings und der gerichteten Evolution (directed evolution) tätig sind. Seit dem Frühjahr 2015 existiert die Manfred Eigen-Förderstiftung, sie fördert wissenschaftliche Projekte am MPI-pC.

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