Giulio Superti-Furga, geboren in Mailand, beschäftigt sich vorrangig mit Molekular- und Systembiologie. Er studierte er Molekularbiologie an der Universität Zürich, wo er 1991 auch promovierte. Heute ist er wissenschaftlicher Direktor des CeMM (Forschungszentrum für Molekulare Medizin) in Wien und der Ri.MED Stiftung in Palermo, die biomedizinische bzw. biotechnologische Forschungsprojekte leitet. Zusätzlich ist er als Professor für Systembiologie an der Medizinischen Universität Wien aktiv.
Zu seinen Forschungsfeldern zählen beispielsweise Regulationsmechanismen von Tyrosin-Kinasen, welche bei Krebserkrankungen eine zentrale Rolle spielen, sowie die Untersuchung von Membrantransportern. Zusätzlich forscht er an Krebstherapien und deren Wirkung auf den menschlichen Körper.
Mit einem stark interdisziplinären Ansatz verknüpft er Omics-Technologien, Bioinformatik, Biochemie und Molekularbiologie, um Krankheitsmechanismen systematisch zu entschlüsseln und neue Therapieansätze zu entwickeln. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit engagiert sich Superti-Furga auch gesellschaftlich. Er war Mitbegründer des Citizen-Science-Projekts „Genom Austria“ und setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Kunst ein.
