Der deutsche Chemiker Ferdi Schüth ist ein international anerkannter Forscher auf dem Gebiet der Katalyse und Materialforschung und beschäftigt sich unter anderem mit porösen Materialien, die aufgrund ihrer großen Oberfläche in der chemischen Katalyse eingesetzt werden können, um Reaktionen schneller und effizienter ablaufen zu lassen. Zudem trug er zur Forschung rund um mechanochemische Katalysatoren bei, durch welche mechanische Energie katalytisch genutzt werden kann. Seine Publikationen rund um Wasserstoffspeicherung und die Konversion von Biomasse sind richtungsweisend, insbesondere im Hinblick auf nachhaltige Energietechnologien.
Nach dem Studium der Chemie und Jura an der Universität Münster promovierte er 1988 in physikalischer Chemie (ausgezeichnet mit dem Promotionspreis der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) und legte 1989 sein erstes juristisches Staatsexamen ab. Es folgten Forschungsaufenthalte in den USA, unter anderem an der University of Minnesota und in Santa Barbara, bevor er 1995 an der Universität Mainz habilitierte. Dort war er von 1995-1998 als Professor tätig, seit 1998 ist er Direktor des Max-Planck-Institutes für Kohlenforschung. Für seine Beiträge zur Katalyseforschung wurde Schüth vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2025 mit dem Alwin-Mittasch-Preis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse.
