1994

Siegfried Selberherr

Die Forschungsinteressen Siegfried Selberherrs liegen in den Bereichen der Modellierung, Simulation und Analyse von Entwürfen auf dem Gebiet der Mikroelektronik. Er ist nicht nur ein international renommierter Forscher, sondern auch ein international gefragter Berater großer Industrieunternehmen wie der Siemens AG oder von AT&T.

Selberherr absolvierte sein Studium binnen kurzer Zeit, er wurde 1978 zum Diplomingenieur graduiert und promovierte 1981. Danach arbeitete er als Assistent am Institut für Physikalische Elektronik an der TU Wien und habilitierte sich 1984. Im Jahr 1988 erfolgte die Berufung zum Ordentlichen Professor und kurz danach die zum Vorstand des Instituts für Mikroelektronik. Derzeit ist Siegfried Selberherr Dekan der Fakultät. Der Wissenschafter ist nicht nur ein eng mit der Wirtschaft verbundener Forscher, er stellt sich auch dem Wettbewerb der Universitäten. So ist beispielsweise auf sein Engagement die Teilnahme an dem vom Magazin “stern” und dem deutschen “Centrum für Hochschulentwicklung” (CHE) seit langem durchgeführten Hochschulranking zurückzuführen, bei dem die Fakultät für Elektrotechnik hervorragend abgeschnitten hat. Im Bereich Elektrotechnik- Studium konnte sich die Technische Universität Wien nämlich in den Kategorien Studierendenurteil und Forschung in der aus acht Universitäten bestehenden Spitzengruppe etablieren. Den Platz in der Forschungsspitzengruppe verdankt die Elektrotechnik vor allem dem hohen Drittmittelaufkommen, das mit 73.200 Euro je Wissenschafter deutlich vor der Technischen Universität München (51.600 Euro) und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (58.600 Euro) liegt und den ausgeprägten Praxisbezug des Standortes unterstreicht.

Siegfried Selberherr erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so unter anderem 1983 den nach dem Wilhelm-Exner-Preisträger des Jahres 1980 benannten Dr. Ernst Fehrer-Preis, 1986 den Dr. Herta Firnberg-Staatspreis, den Erwin Schrödinger-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und 2005 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Diese Auszeichnung erhielt er unter anderem auch für sein Engagement bei der Umsetzung der Universitätsreform, in deren Rahmen er das “Strategiepapier 2003 der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik” veranlasste. Darüber hinaus ist er Ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaft und Künste.

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