1963

Philip Sporn

Im Alter von elf Jahren wanderte Philip Sporn mit seinen Eltern in die USA aus. In New York City vervollständigte er seine Schulbildung und schloss 1917 an der Columbia University School of Engineering das Studium der Elektrotechnik ab. Drei Jahre nach Beendigung seiner Studien wurde er von der American Electric Power Company angestellt, wo er 1947 zum Präsidenten der Gesellschaft aufstieg.

Unter seiner technischen Führung erhielt das Unternehmen 1954 und 1957 den renommierten Charles A. Coffi n-Preis für die bahnbrechenden Arbeiten beim Bau der ersten Übertragungsleitung für 345 kV und die Entwicklung von Dampfturbineneinheiten für 500 MW mit hohen Dampftemperaturen und -drücken. Was die Entwicklung der Dampfturbinen betrifft, wurde diese Neuentwicklung, die sich außerordentlich kostensenkend auswirkte, von allen internationalen Elektrizitätsgesellschaften übernommen.

Sporn war ein expliziter Befürworter der Kernenergie, deren Umsetzung er einen großen Teil seiner Tätigkeit widmete. So war er 1947 als Berater für das Oak Ridge Kernkraft-Projekt tätig. Zwischen 1949 und 1951 bekleidete er das Amt eines Vorsitzenden des beratenden Ausschusses für die Zusammenarbeit zwischen der Elektroindustrie und der amerikanischen Atomenergie-Kommission. In den Jahren 1953 bis 1957 war er Mitglied des Ausschusses für die Kernenergie- und Reaktor-Abteilungen des renommierten Brookhaven National Laboratory.

Als Mitglied der Delegation der USA nahm er 1955 und 1958 an der Genfer Konferenz für die friedliche Verwendung der Kernenergie teil. Er wirkte als Vizepräsident 1959 beim Ausschuss für die Bewertung des 1957 in Betrieb gegangenen Shippingsport-Reaktors mit, der das erste kommerzielle Atomkraftwerk in den USA war. Sporn wirkte weiters von 1955 und bis 1961 als Präsident der Nuclear Power Group. Die Gesellschaft arbeitete gemeinsam mit Commonwealth Edison Company am Entwurf und der Konstruktion eines Siedewasserreaktors in Dresden, Illinois.

Schließlich war er Vorsitzender des Ausschusses für Forschung und Entwicklung der East Central Nuclear Group. Sporn zog sich im Jahr 1961 als Präsident der American Electric Power Company zurück. Er verfasste vier Bücher über Verbundnetze, Energie, Wärmepumpen sowie über die Ethik im Geschäftsleben und publizierte auch in Fachzeitschriften. Philp Sporn erhielt viele Auszeichnungen, unter anderem die John Fritz-Medaille, die die höchste amerikanische Ehrung für Ingenieure ist.

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