1930

Johann Kremenezky

Johann Kremenezky besuchte die Technische Hochschule Berlin Charlottenburg, wo er gemeinsam mit Werner Siemens und Alfred Krupp studierte. Während des Studiums arbeitete er bei Siemens & Halske. 1877 bewarb er sich als Chefingenieur bei der Société générale d électricité.

Kremenezky war u.a. in Deutschland tätig, so leitete er die Ausstattung des Münchner Telegrafengebäudes mit einer elektrischen Lichtanlage. 1879 wurde beschlossen, die Sitzungssäle des Wiener Parlaments mit Jablochkoff-Kerzen zu beleuchten. Bedingung dafür war allerdings, den Wiener Volksgarten während der Sommermonate mit einer Beleuchtung zu versehen.

Danach machte er sich einem Unternehmen, welches erste Wechselstrommaschinen erzeugte, selbstständig. 1882 gründete er die erste österreichisch-ungarische Fabrik für elektrische Beleuchtung und Kraftübertragung „Egger, Kremenezky & Co.“. Kremenezky war Inhaber mehrerer Patente, darunter das international verwendete Eisenbahn-Übersetzungssignal ohne Bahnschranken. Mit Theodor Herzl verband ihn eine Freundschaft und er zählt zu den Gründern des Zionismus.

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