2000

Heinz Brandl

Heinz Brandl wuchs in Südmähren auf und studierte nach Absolvierung der Matura an der Technischen Universität Wien Bauingenieurwesen. Er schloss 1963 mit dem Dipl.Ing. ab und promovierte drei Jahre später. Nach seiner Habilitation im Jahr 1971 folgte eine freiberufl iche Tätigkeit im In- und Ausland. 1977 reihte ihn die Technische Universität Graz primo loco als Ordinarius für Grundbau, Boden- und Felsmechanik (inkl. Tunnelbau). Im Studienjahr 1980/81 übernahm Brandl das Universitätsinstitut für Grundbau und Bodenmechanik an der Technischen Universität Wien.

Etwa 430 wissenschaftliche Publikationen, die teilweise in 18 Sprachen erschienen (darunter 18 Bücher), mehr als 450 Fachvorträge (überwiegend “Keynote Lectures”) in allen Kontinenten und etwa 3 500 Ingenieurprojekte im In- und Ausland zeugen von seiner außerordentlichen Aktivität. Daneben ist er immer wieder als Vorsitzender und Diskussionsleiter bei internationalen Fachkongressen tätig. Brandl ist Past-Präsident für Europa der renommierten “International Society for Soil Mechanics and Geotechnical Engineering”, Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften Belgiens, der New York Academy of Sciences, Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgremien und seit 2003 Präsident des Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereins. Seine berufliche Tätigkeit erstreckt sich bislang auf 79 Länder und umfasst eine Vielzahl wissenschaftlicher Ergebnisse und Ingenieurleistungen auf dem gesamten Gebiet der Geotechnik (Boden- und Felsmechanik, Erd- und Grundbau) in Verbindung mit: Kraftwerksbau, Dammbau und Hochwasserschutz, Lawinenund Murengalerien, Straßen- und Eisenbahnbau, Tunnel- und U-Bahnbau, Bauwerksunterfangungen, Brückenbau, Industrie anlagen, Deponien und Altlasten, Umweltgeotechnik, Geokunststoffe oder Geothermik. Auf vielen Gebieten leistete er internationale Pionierarbeit, beispielsweise bei Bodenstabilisierungen, Frost-Tau- Verhalten von Böden und Korngemischen, bei höchsten Autobahndämmen der Welt, höchsten Stützbauwerken bei instabilen Hängen, Brücken in Rutschgebieten, Rückdrehung schiefgestellter Bauwerke, Geokunststoffen und Geothermie.

Er wurde vielfach geehrt, so erhielt er Ehrendoktorate der Universität für Architektur, Bauwesen und Geodäsie in Sofi a (2001) und der TU Pressburg (2006) sowie das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2003).

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